Abstimmungen mit ohne Beteiligungen
Bärner Bär Kolumne eine Woche vor den Abstimmungen (Am Ende war die Stimmbeteiligung 37%):
Nächstes Wochenende sind Abstimmungen. Dieses Mal finden keine nationalen Abstimmungen statt, aber sehr wohl auf Gemeindeebene und kantonaler Ebene. Die Stimmbeteiligung ist bis heute nicht einmal bei 20%.
Warum?
Wir sind stolz auf unsere direkte Demokratie, wir sind das Volk, dass sich am meisten äussern kann zu politischen Geschäften. Warum nehmen wir dieses Recht nicht richtig wahr?
Zudem kommen 25% Menschen in unserem Land, die hier wohnen, zum Teil hier geboren sind, die immer noch keine politische Mitsprache haben. In einigen Gemeinden haben diese Menschen das kommunale Stimmrecht, aber das ist doch bis jetzt ein kleiner Teil in der Schweiz.
Wenn ich aktuell auf der Strasse Flyer gegen die Umfahrungsstrassen in Oberburg und Aarwangen verteile, sagen mir viele, das geht mich doch nichts an. Aber das stimmt so nicht. Bei diesem Projekt zum Beispiel würde Landwirtschaftsfläche überbaut werden, die Nahrungsmittel für uns alle produziert. Oder die Millionen, die diese Strasse kosten würde. Dieses Geld geht bei anderem weg, wo es dringend benötigt würde. Ausserdem ist der Strassenbau grundsätzlich gegen das 1.5 Grad Klimaziel, dem sich die kantonale Bevölkerung verschrieben hat.
Ich kann nicht verstehen, wie das der Bevölkerung egal sein kann.
Wir müssen gemeinsam schaffen, dass die Stimmbeteiligung höher wird. Denn mit «Bestrafen» ist es meiner Meinung nach nicht gemacht. Wir müssen schaffen, dass die Bevölkerung mitbestimmen darf und sich auch dafür interessiert.