Auch Grosskonzerne müssen Verantwortung übernehmen
Die Konzernverantwortungsinitiative wurde nach einem langen hin und her der Räte zuerst lange verzögert und nun abgelehnt. Die Initiative will, dass Konzerne mit Sitz in der Schweiz sicherstellen, dass bei ihren geschäftlichen Tätigkeiten die Menschenrechte respektiert und die Umweltstandarts eingehalten werden müssen. Also eigentlich eine absolut logische Sache. Oder? Die Parlamente sehen das anders und gewichten den Profit vor den Menschen und der Umwelt. Mit einem Pseudo-Gegenvorschlag will die Mehrheit im Parlament nun die Bevölkerung täuschen und vorgaukeln, dass sie die Unternehmen in die Pflicht nehmen wollen. Der Gegenvorschlag bringt jedoch keine Verbesserung, es braucht die Initiative.
Die Initiative trifft rund 1500 Konzerne. Kleine und mittlere Unternehmen sind von der Initiative ausgenommen, ausser sie sind im Hochrisiko-Sektor, wie zum Beispiel der Goldhandel, tätig.
Die Initiative will, dass wer einen Schaden anrichtet, auch dafür geradestehen muss. Wie wir alle im Leben. Das heisst, wenn Konzerne Kinderarbeit zulassen oder die Umwelt verschmutzen, sollen die Unternehmungen in Zukunft dafür haften, was sie oder ihre Tochterfirmen verursacht haben.
Ich verstehe wirklich nicht, wie man gegen diese Initiative sein kann. Wir Schweizerinnen und Schweizer, die wir uns immer als neutral, humanitär und fair geben, wir sollten das auch wirklich tun. Gleiche Regeln für alle. Es darf nicht sein, dass sich die Grosskonzerne auf Kosten von Kindern oder unserer Erde bereichern und dafür nicht geradestehen müssen.
Die Konzernverantwortungsinitiative kommt vors Volk. Wir haben also die Chance, das Logische anzunehmen und eine anständigeres internationales Wirtschaftssystem anzustossen.
Mehr Informationen zur Konzernverantwortungsinitiative: www.konzern-initiative.ch
Wirtschaftskomitee für verantwortungsvolle Unternehmen:verantwortungsvolle-unternehmen.ch